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Hauttumore und Entzündungen

Dermatochirurgie

In unserer Praxis werden gutartige, wie bösartige Veränderungen der äußeren Haut im Kopf-/ Halsbereich, sowie auch der Schleimhaut im Mund behandelt. Ebenfalls wird die Entnahme von erkrankten oder verdächtigen Lymphknoten im Halsbereich durchgeführt.

Hauttumore

Auf den folgenden Zeilen möchte ich Ihnen erklären, weshalb Hautveränderungen entfernt werden müssen und wie der Eingriff erfolgt. Über das Verhalten nach der Operation erhalten Sie ein gesondertes Merkblatt.
Bei den folgenden Aufzählungen handelt es sich um mögliche, aber keinesfalls immer eintreffende Ereignisse oder Begründungen.

In der Regel unterscheidet man gutartige und bösartige Hauttumoren.

Warum müssen Ihre Hautveränderungen entfernt werden?

  • gutartige Hauttumore können durch Wachstum und Verdrängung zu regionalen Beschwerden (Nervendruckschmerzen, mechanische Behinderung) oder zu ästhetischen Beeinträchtigungen führen. Hier finden sich häufig Tumore mit einem überschießenden Wachstum eigener, eigentlich gesunder Zellen (Lipome, Fibrome, Myome usw.) oder es besteht die Gefahr von Entzündung, wie beispielsweise bei verstopften Talg- oder Speicheldrüsen (Atherome, Mucozelen usw.).
  • Aufgrund des äußeren Erscheinungsbildes ist eine sichere Entscheidung zwischen gutartig und bösartig nicht immer möglich. Nur eine feingewebliche Untersuchung bringt letztlich Sicherheit.
  • Manche anfangs gutartigen Hautveränderungen entarten nachher bösartig.

  • Eindeutig bösartige Befunde müssen selbstverständlich einer Therapie zugeführt werden. Hier kann die alleineige ambulante Operation häufig ausreichen, um nach der Nahtentfernung und histologischer Bestätigung geheilt zu sein. Eine regelmäßige Verlaufskontrolle, in der Regel durch die überweisenden Dermatologen und Hausärzte oder in unserer Praxis, ist bei einem bösartigen Befund in festen Zeitabständen erforderlich.
  • In bestimmten Fällen bedarf es zusätzlicher Untersuchungen oder therapeutischen Maßnahmen (Bestrahlung, Chemotherapie) mit Einbindung eines Onkologen oder selten einer stationären Aufnahme im Krankenhaus.

  • Die häufigsten bösartigen Hauttumoren sind Basaliome, der sogenannte weiße Hautkrebs. Diese wachen meist sehr langsam im belichteten Bereich des Körpers und senden glücklicherweise keine Tochtergeschwülste (Metastasen) aus. Sie lassen sich deshalb sehr gut kurativ behandeln und müssen einem nicht sofort große Sorge bereiten. Trotzdem zerstören sie natürlich lokal das umliegende Gewebe was beispielsweise im Bereich der Augen oder der Nase zu beeinträchtigenden Defekten führen kann. Deshalb sollte immer eine frühzeitige Entfernung angestrebt werden. Sie wachsen häufig auf dem Boden von chronisch irritierten Hautbereichen, sogenannten aktinischen Keratosen, die als Vorstufe eines Basalioms angesehen werden können. Diese Vorstufen können häufig konservativ von dermatologischer Seite durch spezielle Salben, Stickstoffbehandlung oder Laser abgetragen werden und bedürfen nicht gleich einer operativen Intervention.
 
  • Der sogenannte schwarze Hautkrebs, das Melanom ist ein wesentlich seltenerer, aber deutlich agressiverer bösartiger Tumor der pigmentbildenden Zellen und zeigen sich dementsprechend als brauner, dunkelbrauner oder schwarzer Fleck von Haut und Schleimhaut. Dieser hat Wachstumstendenz und zeigt oft lokale Irritationen (Blutung, Jucken). Melanome können lokal begrenzt bleiben, sind aber in der Lage über den Lymphweg oder die Blutbahn an anderen Körperstellen zu streuen. Sie bedürfen deshalb einer besonderen Diagnostik und Betreuung.
  • Die Heilungsaussichten sind umso günstiger, je geringer die Tiefenausdehnung des Tumors ist. Die Flächenausdehnung ist von geringerer Bedeutung.
  • Wir unterscheiden im wesentlichen das "LMM" = Lentigo maligna Melanom—langsam wachsend.
  • "SMM" = oberflächliches malignes Melanom-- am häufigsten.
  • "NM" = knotiges Melanom -- in die Tiefe wachsend; sehr bösartig.

Wie wird der Eingriff durchgeführt?

  • Normalerweise in örtlicher Betäubung oder in Analgosedierung. In Ausnahmefällen ist auch eine Allgemeinnarkose möglich.
  • Die Schnittführung erfolgt mit Sicherheitsabstand im Verlauf der Hautspaltlinien um den Tumor herum mit späterem zweischichtigem plastischem Verschluss des Defektes zur Minimierung der Narbenbildung. Der Anspruch besteht, dass im Nachhinein die ehemalige Wunde nicht gleich zu entdecken ist. Der operative Aufwand und die Größe der Narbe ist hierbei stark von der anatomischen Lage des Tumors (Nase, Lid, Wange, Ohr, Kopfhaut usw.) und der Ausdehnung des Tumorgeschehens abhängig.
  • Ist der Defekt für einen primären Verschluss zu groß, so kann eine Hautverschiebung aus der direkten Umgebung oder selten ein freies Transplantat aus der weiteren Umgebung erforderlich sein.

Abszesse

Entzündungen und Abszesse werden in unserem Fachgebiet durch Bakterien verursacht.

Die Ursachen sind vor allem tote Zähne, Wurzelreste, nicht vollständig durchgebrochene Zähne (z.B. Weisheitszähne), Zahnfleischtaschen, infizierte Zysten, eingeschmolzene Lymphknoten oder an der äußeren Haut infizierte Talgdrüsen.

Schmerzen, Fieber, Rötung, Schwellung, Kieferklemme, Schluckbeschwerden und selten Atemnot sind typische, aber unter Umständen auch lebensbedrohende Begleiterscheinungen.

Anfänglich können die diffusen Entzündungen des Frühstadiums (Infiltrat) mit Kühlung, Antibiotika und Schmerzmittel beherrscht werden. Eine Ursachenbeseitigung (Zahnentfernung, Wurzelspitzenresektion, Atheromentfernung usw.) hat selbstverständlich zeitnah zu erfolgen.

Schmelzen die diffus infizierten Gewebeanteile jedoch ein, so entstehen daraus Eiteransammlungen in sogenannten Abszesshöhlen. Hier ist zunächst akut eine Inzision (Eröffnung) entweder von intraoral oder an der äußeren Haut notwendig, um somit rechtzeitig die Entzündung abzuleiten. Eine weitere Ausdehnung in tiefere Regionen (Hals/Thorax) ist hierdurch zu vermeiden.

Es erfolgt anschließend eine offene Wundheilung mit Einlage von Jodstreifen oder Drainagen, damit nach regelmäßigen Spülbehandlungen die Wunde sekundär von der Tiefe heraus zuwachsen kann. Eine direkte Wundnaht verbietet sich hier. Spätere Narbenkorrekturen sind möglich.

Kontakt

Gemeinschaftspraxis Dr. Dr. Günter Helm & Dr. Dr. Henryk E. Vorast
Mühlstr. 19
63450 Hanau

0 61 81 / 18 41 81

mkghanau@gmx.de